Welchen Business Impact liefert Ihr HR?

HR-Kennzahlen nutzen

HR-Abteilungen werden zunehmend durch moderne HR-Managementsysteme unterstützt, die umfangreiche Informationen bereitstellen. Doch das darin enthaltene unternehmerische Potenzial bleibt häufig ungenutzt, wenn HR erst eingebunden wird, nachdem strategische Entscheidungen bereits getroffen wurden.

Auf Basis von HR-Kennzahlen, Data Analytics und Erfahrungswissen kann HR zum strategischen Sparringspartner werden: Es hinterfragt unternehmerische Annahmen, bewertet mögliche Auswirkungen und entwickelt Handlungsalternativen. Der angestrebte Business Impact liegt in fundierteren Entscheidungen und einer wirtschaftlich wirksameren Umsetzung.

Wie sich dieser strategische Ansatz von einem reaktiven HR-Ansatz unterscheidet, zeigt das folgende Schaubild.

Strategischer Mehrwert beginnt mit den richtigen Fragen

Abhängig von der jeweiligen Unternehmensstrategie kann HR beispielsweise folgende Fragen in die Planung einbringen:

  • Strategieverständnis: Was soll sich gegenüber dem heutigen Zustand verändern und welches unternehmerische Ziel wird damit verfolgt?
  • Strategische Personalplanung: Welche langfristigen Auswirkungen ergeben sich daraus für Personalbedarf, vorhandene Kompetenzen und künftige Anforderungen?
  • Wirtschaftliche Handlungsfähigkeit: Welches zusätzliche Fachwissen wird benötigt, um die strategischen Ziele zu erreichen, und wann muss es verfügbar sein?

Die erste Frage ist keine originäre HR-Frage. Sie bildet jedoch die Grundlage, um nachgelagerte personelle und wirtschaftliche Auswirkungen fundiert beurteilen und die erforderliche Kommunikation und Beteiligung von Betriebsrat, Führungskräften und Beschäftigten frühzeitig berücksichtigen zu können.

Die Weiterentwicklung von administrativem zu unternehmerisch denkendem HR verändert damit den Anspruch an die gesamte HR-Funktion. Ihr Beitrag beginnt bereits bei der Entwicklung tragfähiger Unternehmensstrategien.

Obwohl die Vorteile einer frühzeitigen HR-Einbindung auf der Hand liegen, bleibt HR in vielen Unternehmen überwiegend auf die Umsetzung bereits beschlossener Maßnahmen beschränkt.

Doch weshalb bleibt dieses unternehmerische Potenzial in vielen Unternehmen ungenutzt? Dieser Frage widmet sich der nächste Beitrag meiner HR-Serie: „8 Gründe, die strategische HR-Arbeit behindern“.